Was ist REM-Schlaf? Bedeutung, Dauer und wie man ihn verbessert

Was ist REM-Schlaf? Bedeutung, Dauer und wie man ihn verbessert

Junge Frau schläft friedlich im hellen Schlafzimmer mit Ohrstöpseln
Schlaf Ratgeber

Was ist REM-Schlaf? Bedeutung, Dauer und wie man ihn verbessert

Lesezeit: 6 Minuten | Von Berlin Ear Guard

Jeder Mensch schläft, aber nicht jeder Schlaf ist gleich. Wer morgens gerädert aufwacht, obwohl er acht Stunden im Bett lag, hat oft ein Problem mit der Schlafqualität – und ganz konkret mit dem REM-Schlaf. Diese mysteriöse Phase, in der wir intensiv träumen und unser Gehirn auf Hochtouren läuft, ist für unsere geistige Gesundheit unverzichtbar. Doch was bedeutet REM-Schlaf eigentlich genau? Wie viel REM-Schlaf ist normal und was passiert, wenn wir zu wenig davon bekommen? Wir klären auf.

1. Was bedeutet REM-Schlaf?

Die Abkürzung REM steht für Rapid Eye Movement (schnelle Augenbewegungen). Wenn man jemandem beim Schlafen zuschaut und bemerkt, wie die Augen unter den geschlossenen Lidern wild hin und her zucken, befindet sich diese Person mitten im REM-Schlaf.

In dieser Phase ist das Gehirn hochaktiv – fast so aktiv wie im Wachzustand. Es ist die Zeit, in der wir am intensivsten träumen. Während das Gehirn arbeitet, ist die Skelettmuskulatur des Körpers jedoch komplett erschlafft (Schlafparalyse). Das ist ein genialer Schutzmechanismus der Natur, der verhindert, dass wir unsere Träume physisch ausleben und uns dabei verletzen. Der REM-Schlaf ist entscheidend für das Lernen, die Gedächtnisbildung und die Verarbeitung von Emotionen.

Frau schläft tief und träumt
Im REM-Schlaf ist das Gehirn hochaktiv, während der Körper völlig entspannt ist.

2. Die Schlafphasen im Überblick

Unser Schlaf ist kein gleichmäßiger Zustand, sondern verläuft in Zyklen. Ein kompletter Schlafzyklus dauert etwa 90 bis 110 Minuten und wiederholt sich vier- bis fünfmal pro Nacht. Jeder Zyklus besteht aus verschiedenen Phasen:

🥱

N1: Einschlafphase

Der Übergang vom Wachsein zum Schlaf. Die Muskeln entspannen sich, manchmal kommt es zu Muskelzuckungen.

💤

N2: Leichtschlaf

Macht etwa die Hälfte unserer Schlafzeit aus. Herzschlag und Atmung verlangsamen sich, die Körpertemperatur sinkt.

🔋

N3: Tiefschlaf

Die wichtigste Phase für die körperliche Erholung. Das Immunsystem wird gestärkt, Zellen werden repariert.

Infografik der Schlafphasen und Schlafzyklen
Die REM-Phasen werden im Laufe der Nacht immer länger.

3. Wie viel REM-Schlaf pro Nacht ist normal?

Viele Menschen fragen sich: Wie lange sollte der REM-Schlaf sein? Bei einem gesunden Erwachsenen macht der REM-Schlaf etwa 20 bis 25 Prozent der gesamten Schlafzeit aus.

Wenn Sie also acht Stunden schlafen, verbringen Sie ungefähr 1,5 bis 2 Stunden im Traumschlaf. Interessanterweise sind die REM-Phasen nicht gleichmäßig über die Nacht verteilt. Die erste REM-Phase tritt etwa 90 Minuten nach dem Einschlafen auf und dauert nur etwa 10 Minuten. Mit jedem weiteren Schlafzyklus werden die REM-Phasen länger, sodass die meiste Traumarbeit in den frühen Morgenstunden stattfindet.

20-25% Anteil des REM-Schlafs an der Gesamtschlafzeit
1,5-2h Durchschnittliche Dauer bei 8 Stunden Schlaf
Mann schnarcht laut, Frau hält sich genervt die Ohren zu

Übrigens: Ständige Unterbrechungen – zum Beispiel durch einen laut schnarchenden Partner – verhindern, dass man in die wichtigen späten, langen REM-Phasen gelangt. Das Ergebnis ist morgendliche Erschöpfung, selbst wenn man vermeintlich lange im Bett lag. Hier können Ohrstöpsel gegen Schnarchen wahre Wunder wirken.

4. Zu wenig REM-Schlaf: Symptome & Folgen

Wenn der Wecker klingelt und man sich fühlt, als hätte man die ganze Nacht Steine geklopft, ist oft zu wenig REM-Schlaf die Ursache. Da diese Phase für die geistige Erholung zuständig ist, spüren wir ein Defizit sofort.

1

Konzentrationsschwäche

Ohne ausreichend Traumschlaf kann das Gehirn Informationen schlechter verarbeiten und abspeichern. Man ist vergesslich und unaufmerksam.

2

Emotionale Instabilität

Der REM-Schlaf ist die "Psychotherapie der Nacht". Fehlt er, sind wir am nächsten Tag gereizt, dünnhäutig und neigen zu Stimmungsschwankungen.

3

Gesteigerter Appetit

Schlafmangel bringt die Hungerhormone durcheinander. Oft hat man bei zu wenig REM-Schlaf Heißhunger auf Süßes und Kohlenhydrate.

Übermüdeter Mann sitzt morgens erschöpft auf der Bettkante
Typische Symptome bei zu wenig REM-Schlaf: Erschöpfung und Konzentrationsprobleme am Morgen.

5. Wie kann man den REM-Schlaf verbessern?

Die gute Nachricht: Man kann aktiv etwas tun, um seine Schlafarchitektur positiv zu beeinflussen. Wer seinen REM-Schlaf verbessern möchte, sollte auf eine optimale Schlafhygiene achten.

🤫

Lärmquellen ausschalten

Jedes Geräusch kann den Schlafzyklus unterbrechen. Hochwertige Silikon-Ohrstöpsel blockieren Störgeräusche zuverlässig und lassen Sie ungestört träumen.

🍷

Alkohol vermeiden

Der "Schlummertrunk" hilft zwar beim Einschlafen, unterdrückt aber massiv den REM-Schlaf in der ersten Nachthälfte.

🌚

Absolute Dunkelheit

Licht hemmt die Melatoninproduktion. Eine Schlafmaske oder Verdunkelungsvorhänge sind Pflicht für tiefen Schlaf.

Feste Zeiten

Gehen Sie möglichst immer zur selben Zeit ins Bett. Der Körper liebt Routine und optimiert so seine Schlafzyklen.

Frau liest abends entspannt ein Buch im Bett
Eine entspannte Abendroutine ohne Bildschirme fördert die Schlafqualität.

6. Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung

Normalerweise ist der Körper während des Träumens gelähmt. Bei einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD) fällt diese natürliche Schutzfunktion jedoch aus. Die Betroffenen haben keine Muskelerschlaffung und leben ihre oft sehr lebhaften oder aggressiven Träume physisch aus.

Wann Sie zum Arzt sollten

Wenn Sie oder Ihr Partner folgende Symptome bemerken, ist ein Besuch beim Neurologen oder im Schlaflabor ratsam:

  • Wildes Umsichschlagen oder Treten im Schlaf
  • Lautes Sprechen, Schreien oder Fluchen während des Träumens
  • Verletzungen bei sich selbst oder dem Bettpartner durch nächtliche Bewegungen

Diese Störung tritt häufiger bei älteren Männern auf und kann in einigen Fällen ein frühes Anzeichen für neurologische Erkrankungen sein. Sie ist jedoch medikamentös gut behandelbar.

7. Unsere Helfer für ungestörten REM-Schlaf

Wer nachts durch Lärm oder Licht aus dem Schlaf gerissen wird, bringt sich um die wichtigsten Traumphasen. Mit unserem Premium-Gehörschutz sorgen Sie für Ruhe.

8. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

REM steht für Rapid Eye Movement. In dieser Schlafphase träumen wir am intensivsten, die Augen bewegen sich schnell unter den geschlossenen Lidern, und das Gehirn verarbeitet emotionale Eindrücke und Informationen des Tages.

Normal sind etwa 20 bis 25 Prozent der Gesamtschlafzeit. Bei 8 Stunden Schlaf entspricht das ungefähr 1,5 bis 2 Stunden REM-Schlaf pro Nacht. Die Phasen werden gegen Morgen immer länger.

Zu wenig REM-Schlaf kann zu Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und einer verminderten emotionalen Belastbarkeit führen. Langfristig leidet auch das Gedächtnis.

Eine ruhige, dunkle Schlafumgebung ist essenziell. Hochwertige Silikon-Ohrstöpsel gegen Lärm (z.B. Schnarchen), eine Schlafmaske, der Verzicht auf Alkohol vor dem Schlafengehen und ein regelmäßiger Schlafrhythmus helfen, die REM-Phasen zu verlängern.

Bei einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung fehlt die normale Muskelerschlaffung während des Träumens. Betroffene leben ihre Träume physisch aus, schlagen um sich oder sprechen laut. Dies sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

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Autor: Matthias Speck

Matthias ist Diplom - Betriebswirt und Bachelor of Engineering für Audiotechnik. Seit 2005 produziert und veröffentlicht er regelmäßig Musik. Er verfügt über Erfahrung als DJ und als Festival - Mitveranstalter. Dadurch kennt er die Anforderungen an wirksamen Gehörschutz auch aus der Praxis.